Sehr geehrte Damen und Herren.
Aufgrund der ungeheuerlichen Vorkommnisse in Salzburg, die unsere Hauptdienstleistung Krabbelenrichtung betraff, so haben wir uns am 30.04.2018 entschieden, den Verein freiwillig und mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Wenn öffentliche Sozialträger nur mehr damit beschäftigt sind, seit Juli 2017 in 3 Frauenstärke unter ständiger Androhung, "man könne ja auch wegen Gefahr in Verzug" sofort geschloßen werden,einen zur "freiwilligen" Schließung per 31.3.2018 treiben, dann wollen wir mit "Sozialer Vereinsarbeit" nichts mehr zu tun haben. Zumal man auch privat und wirtschaftlich haftend ist.     

Pädagogisches Konzept

Unsere Kinderbetreuungseinrichtung soll als ein Ort verstanden werden, an dem jedes einzelne Kind in seiner Persönlichkeit, seiner sozialen sowie kulturellen Herkunft, seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und seinem Entwicklungstempo ernst genommen wird.

Wir sehen die Kinderbetreuung als altersgerechte Begleitung der  kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Um Kinder in ihren  gegenwärtigen sowie zukünftigen Lebenssituationen zu unterstützen,  werden alltägliche Situationen und Themen aufgegriffen, die den Kindern  helfen, reale Situationen exemplarisch zu erleben und wahrzunehmen. 

Die Themen werden gemeinsam mit den Kindern ermittelt und die Planung  und Gestaltung des pädagogischen Programmes erfolgt stets im Dialog mit  dem Tun der Kinder (z.B. Arztbesuche, Auto fahren, Kochen). Durch die  Orientierung an der Lebenssituation, den Bedürfnissen, Erfahrungen und  den Interessen des Kindes erhält dieses die Möglichkeit,  handlungsleitend und handlungsfähig zu sein. Die pädagogischen  Fachkräfte müssen ihr Handeln laufend reflektieren und  sich ihrer Rolle als Mitlernende in den Lernprozessen der Kinder bewusst  sein.

So bezeichnen wir die Krabbelgruppe als eine lernende Organisation,  die sich den sozialen und pädagogischen Erfordernissen anpasst.

 

 Zielgruppe

• Alleinerziehende

• Berufstätige Eltern

• Kinder in besonderen Problemlagen

• Kinder aus der näheren Umgebung

 

Öffnungszeiten und Ferienregelung 

Geöffnet

Montag bis Freitag von 7:00 – 16:00 Uhr

 

Ferien 

  • 2 Wochen im Sommer
  • 1 Woche Ostern
  • 1 Woche Weihnachten

Anmeldungen sind ganzjährig möglich.

 

Dokumentation und Teamarbeit 

Die Dokumentation der Betreuungsarbeit wird grundsätzlich in folgende Arbeitsbereiche unterteilt:

  • Beobachtung des Kindes (individueller Ist-Stand, Transparenz der Entwicklung, Erkennung von Förderbedarf)
  • Schriftliche Dokumentation des Tages- bzw. Wochengeschehens (bei Bedarf ergänzt durch Bilder)
  • Planung (Festlegung der Bildungsinhalte, Angebote)
  • Selbstreflexion – dient den PädagogInnen z.B. zur Überprüfung von Eigenverhalten, Planung und Evaluation von pädagogischen Zielen und Methoden.

Jede/r Mitarbeiter/in führt Beobachtungsprotokolle, die wöchentlich besprochen werden. Unser Fokus richtet sich dabei unter anderem auf die emotionale und soziale Entwicklung, Selbstständigkeit, Spielverhalten. Durch die Reflexion der Beobachtungen unter den MitarbeiterInnen werden Eindrücke gesammelt und ergänzt und das weitere Vorgehen zur Förderung des Kindes entwickelt.

An die Dokumentation und Reflexion des pädagogischen Tagesablaufes schließen weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung und –optimierung an.

Einmal monatlich wird ein Teammeeting angesetzt, in welchem Organisatorisches besprochen, und auch Angebote und ihre Umsetzung diskutiert wird. Weiters wird bei diesem Meeting die Arbeitsweise einer/s jeden Mitarbeiterin/s in der Gruppe thematisiert.

 

Raumangebot

  • Bewegungs- und Schlafraum  
  • Gruppenraum I 
  • Gruppenraum II
  • Gruppenraum III
  • Bauecke
  • Puppenstube
  • Großer Kreativraum
  • Eigener Garten
  • Nebenräume (Küche, Garderobe, MitarbeiterInnenraum)
  • OG: Projekt- und Gruppenarbeitsräume

  

Tagesablauf

Um 7.00 Uhr kann unser Tag beginnen.

Bis 9.00 Uhr ist Freispielzeit. Freispiel heißt, den Spielort selber wählen zu können. Entscheiden zu können was man tun will z.B. spielen, zuschauen, ausruhen, bauen, werken. Alleine, mit Anderen oder mit den BetreuerInnen.

Um 9.00 Uhr gibt es eine gesunde Jause, die von den BetreuerInnen zubereitet wird.

Nach der Jause findet der Morgenkreis statt. Hier wird gesungen, getanzt oder einfach nur gekuschelt und sich unterhalten.

Nach dem Morgenkreis um ca. 9.30 gibt es pädagogische Angebote in kleinen Gruppen, Geburtstagsfeiern, sonstige Feierlichkeiten oder Gartenaufenthalt.

Ab 11.00 gibt es Mittagessen im Speisesaal. Anschließend ist Ruhe- und Schlafenszeit.

Um 15.00 Uhr gibt es eine Nachmittagsjause für die noch in der Einrichtung verbliebenen Kinder und nach Bedarf werden noch Aktivitäten und Angebote geplant.

Um 17 Uhr schließt die Einrichtung.

Der Tagesablauf dient den Kindern und uns als Orientierungshilfe für den Alltag. Eingebettet in diesen Alltag werden diverse Aktivitäten und Projekte geplant und umgesetzt. Immer dann, wenn eine Tagesphase zu Ende gegangen ist, d.h. auch wenn ein Spiel nicht mehr weitergespielt wird, räumen die BetreuerInnen und die Kinder gemeinsam auf.

Die besondere Herausforderung im Krabbelgruppenalltag liegt jedoch darin, stets flexibel auf eine vorherrschende Situation zu reagieren. So wird bei Bedarf die bestehende Planung geändert, um unsere Aufmerksamkeit auf die momentanen Bedürfnisse der Kinder richten zu können.

 

Elternarbeit

Gespräche mit Eltern haben bei uns einen hohen Stellenwert. Diese Gespräche ermöglichen es uns, auf jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen einzugehen. Wir berücksichtigen zum Beispiel Schlaf- und Essensgewohnheiten, oder diverse Rituale und Vorlieben, die dem Kind Sicherheit vermitteln und Halt geben.

Uns ist die Beziehung zu den Eltern ebenso wichtig wie die Beziehung zu den Kindern. Eine Vertrauensbasis zwischen Eltern und BetreuerInnen ist die Grundvoraussetzung für das Wohlbefinden des Kindes. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, innerhalb kürzester Zeit Termine zu finden, um dringende Gespräche zu führen oder sich einfach nur in kurzen „Zwischen-Tür-und-Angel“ Gesprächen auszutauschen.

 

Eingewöhnungsphase

Der Eingewöhnungsphase messen wir eine hohe Bedeutung zu, da nur eine gelungene Eingewöhnungsphase eine solide Grundlage für ein vertrauensvolles Beisammensein in der Kinderbetreuungseinrichtung bietet.

Der Aufbau eines Bindungssystems kann nur durch die Begleitung der Eltern erfolgreich sein. Sie übernehmen solange die Funktion einer „sicheren Basis“, wie das Kind für sein Wohlbefinden in der neuen Umgebung braucht, bis es die Bezugserzieherin als Vertrauensperson und als Vermittlerin von Trost und Unterstützung akzeptiert.

Wir wollen einen sanften Einstieg ermöglichen und legen daher großen Wert darauf, dass die Dauer dieser Phase in Absprache mit den Eltern und PädagogInnen auf das Kind abgestimmt wird. Unser Ziel ist es, ein Vertrauensverhältnis zu dem Kind aufzubauen, so dass wir als Bindungspersonen akzeptiert werden, von denen  aus das Kind die neue Umgebung angstfrei und neugierig erforschen kann.

Während der Eingewöhnungsphase legen wir Wert darauf, dass die Eltern selbst mit dem Leben in der Krabbelgruppe vertraut werden, und sind bemüht alle offenen Fragen zu beantworten.

 

Pädagogische Schwerpunkte und Zielsetzungen

  • Förderung der sozialen Entwicklung
  • Förderung der Selbständigkeit
  • Eigenverantwortliches Handeln
  • Sauberkeitsentwicklung
  • Selbständiges Essen
  • Kreativitätsförderung